Me and myself and I
Me, Mysel and I
So lautet ein Song, der 1980 von Joan Armatrading veröffentlicht wurde, bei dem es um das ICH geht, das ICH selbst. Dieser Song begleitet mich schon seit damals, gerade 18 Jahre jung geworden, und hat mich heute inspiriert, darüber nachzudenken, was das SELBST für jeden bedeuten kann.
Aber wer oder was ist das Selbst???
Viele Wörter beginnen mit diesem Wort, wie
Selbstliebe,
Selbstbewusstsein,
Selbstgerechtigkeit,
Selbsterkenntnis usw.
In einem meiner Lieblingsbücher „Der Junge ohne Schatten“ von Michael Roads, kommt das Wort „Self“ als Name vor. Dort geht es um jemanden, der sein SELBST durch einen schweren Autounfall kennenlernt.
Ich schreibe diesen Artikel, weil wir darüber diskutierten, was dieses Selbst eigentlich bewirkt und welcher Teil von mir, dir usw. dieses Selbst beherbergt oder umgekehrt.
In meiner Arbeit als psychologische Astrologin geht es hauptsächlich um die Selbsterkenntnis, das Erkennen der eigenen Fähigkeiten und Talente, sein Leben zu meistern, welches man sich durch die Entscheidung der Inkarnation an dem Ort und der Zeit ausgesucht hat. Auch das Erkennen des Nichtvermögens ist immens wichtig, damit man nicht permanent einem falschen Ziel hinterherläuft. Oder irrtümlich auf einem Pfad wandelt, der für jemand anderes bestimmt, oder der ihm zugewiesen ist. Man kennt ja den Spruch „Sei du selbst, den anderen gibt es schon“, oder „Lebe dein Leben, das andere gehört dem Anderen“.
Meiner Auffassung nach, haben alle Seelen ihren eigenen Plan und das Selbst weiß darum. Nur in der Dualität des Menschen haben wir ihn vergessen. Wenn wir aber unserer SELBST bewusst sind, uns selbst erkannt haben mit allen negativen, wie positiven Eigenschaften, gewinnen wir ein Selbstverständnis. Dieses Selbstverständnis ist etwas sehr Wesentliches für das Leben. Es bringt mich näher an mein Selbst, als alles andere. Daraus entsteht die Selbstliebe, die wiederum als Basis der Gesundheit dient. Dies nennt man auch Selbstfürsorge.
Krankheit entsteht aus einem unbewussten Leugnen des Selbst. Es ist die permanente Konfliktaktivität, nicht dem eigenen Selbst, sondern Programmen Anderer oder die des Schmerzes und des Leids zu folgen und zu frönen. Die Krankheit zum Tode ist das Nicht-Man-Selbst-Sein Wollen. „Entweder Kaiser oder gar nichts sein“ wie Kierkegaard so trefflich schrieb. Das Zentrum seiner Philosophie ist der Heroismus des Einzelnen, der zu seiner Wahrheit, seiner Bestimmung finden muss.
Unser Leben (Seelenplan) hängt davon ab, wie sehr wir uns in einem Verhältnis zu diesem unseren Selbst verhalten. Indem wir diesem Selbst die oberste Priorität einräumen, können wir nicht fehl gehen und uns verlieren. Unser Ziel ist dann unser Weg, auf dem sich unser Selbst als Null-Punkt-Energie immerfort entlädt, und immer wieder neu orientiert und findet.
Ergo gehen wir diesen Weg, wenn wir das Präfix „Selbst“ stets voranstellen.
In der Geburtsradix sehen wir im Zentrum einen kleinen Kreis, der nicht von den Linien, den sogenannten Aspekten, durchkreuzt wird. Dort wohnt das Selbst, völlig rein und frei von fremden Programmen und Wegen.
Im Aszendenten inkarniert, kann es aus seinem Zentrum heraus die Werkzeuge oder psychologischen Inhalte, die von den Planeten gespiegelt werden, nutzen, in genau dem Milieu, welches die Radix vorgibt. Es ist der Lebensraum, den die Seele sich ausgesucht hat. Die Tierkreiszeichen spiegeln die Anlagen in dem jeweiligen Lebensbereich wider. Und immer wieder aus seinem Zentrum heraus, agiert das Selbst, spiegelt sich und reflektiert. Immer wieder, um sich selbst zu erkennen und zu verstehen. Aus diesen Erkenntnissen und Verstehen entsteht eben das oben genannte Verständnis für sich selbst. Und aus der Selbstliebe heraus entwickelt sich ein Verständnis für das Leben und das der Anderen. Was letztendlich dazu führt, andere zu lieben, wie sich selbst. Liebe deinen Nächsten in DIR SELBST.
Es ist ein Irrtum, dass jemand anderes diese Liebe erfüllen soll oder muss. Dann ist man im Mangelgefühl und nicht mehr in sich selbst verankert. Ein Teufelskreis, der unweigerlich durchbrochen werden sollte, um in seiner ureigensten Kraft, in seinem Leben SELBST Meister zu sein. Die Meisterschaft bedeutet, seine Werkzeuge für sich und seine Entwicklung einzusetzen und das höchste Ideal zu entfalten. Diese findet man unweigerlich in den transpersonalen Planeten, als übergeordnete Ideale der persönlichen Planeten.
Pluto in uns ist glücklich über das SELBS T, wenn es Täter ist und ins TUN kommt. Neptun freut sich über die Selbstliebe, aus nur dieser eine allumfassende Liebe entstehen kann. Und Uranus freut sich über jegliche neue SELBST(er)FINDUNG.
In diesem Sinne,
Erkenne dich selbst und hab Verständnis für DICH und dein SEIN
In Liebe Petra






